jole de maria

“sie hat uns etwas geschenkt … nicht nur durch den Klang ihrer schönen und farbigen  Mezzosopranstimme und durch ihre Überzeugungskraft als Sängerin ihren Figuren wahrhaftige  Charakterzüge verliehen”

das sagte über sie der große Musikkritiker Alfredo Parente im “Il Mattino di Napoli” vom 14. Februar 1959, nach der Aufführung der “Conchita” im Theater San Carlo.
Sie gehörte zu den Gewinnern des Wettbewerbs von Spoleto und hat ein breites Repertoire gesungen, von Cimarosa bis Mascagni, in verschiedenen Theatern einschließlich des Opernhauses von Rom, des Teatro Massimo von Palermo, des Teatro Massimo Bellini von Catania und des Teatro San Carlo von Neapel, wo sie bis ihrer Übersiedlung  ins Ausland für alle folgende Saisons wiederbestätigt wurde.

Ihre Tournéen führten sie zum Festival der italienischen Oper in Dublin, ans Theater San Carlos von Lissabon, an die Opernhäuser von Kairo, Lugano, Belfast, Alessandria usw.

Sie hat Konzerte und Opern in der RAI (italienisches Radio Fernsehen), vor kurzem auch als CD, bei Radio und Fernsehstationen in Europa und Übersee aufgenommen.

Sie hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten- die Plakette in Gold: Beniamino Gigli, Maria Callas, Tito Schipa, Giacomo Lauri Volpi, Mario Del Monaco, Gianni Pederzini.

Sie arbeitete in den Opernhäusern unter den berühmtesten Dirigenten des zwanzigsten Jahrhunderts: Vincenzo Bellezza, Tullio Serafin, Ottavio Ziino, Oliviero De Fabrittis, Alberto Erede, Francesco Molinari Pradelli, Armando La Rosa Parodi, Ferruccio Scaglia, Umberto Cattini, Franco e Giuseppe Patanè...

Berühmte  Musikkritiker, wie Alfredo Parente, Franco Abbiati, Rubino Profeta haben voller Lob in den renommiertesten Zeitungen berichtet.

Die großherzige Frau hat jählings ihre Karriere in italienischen und ausländischen Opernhäusern abgebrochen, als schwierige familiäre Probleme sie nach Argentinien führten, wo sie 7 Jahre  blieb.
Während der Zeit in Argentinien hat sie in Fernseh- und Radioprogrammen gesungen, und hat mit der ihre eigenen Konstanz und Hartnäckigkeit jene  Technik langsam weiterentwickelt, die es ermöglicht hat ihre Stimme vom Mezzosopran zum leichten Sopran zu erweitern -wie ihre  nachfolgenden Aufnahmen dokumentieren-  hat sie die Wärme und den samtenen Ton ihres Timbres beibehalten.
1967 kehrte sie für  einen kurzen Besuch zu ihren Eltern heim, sie hat an einen Konzert zum 70. Grundungstag des Circolo Artistico di Napoli teilgenommen, der von Ettore De Mura organisiert wurde.

Nach ihrer Rückkehr nach Italien konnte sie nicht mehr an ihre frühren Erfolge anknüpfen.

Sie hat zahlreiche Konzerte gegeben, am Klavier von Maestro Rolando Nicolosi  begleitet und von ihrem zweiten Ehemann-Manager Silvano Nicolai organisiert, der auch in ihre Stimme verliebt war.

2001 ist sie wegen gesundheitlicher Probleme ihres Ehemanns Silvano und wegen der friedvollen Umgebung nach Galati Mamertino, Provinz von Messina, umgezogen. In der Ruhe des Nationalparks Nebrodi hat sie weiter ihre Gesangstechnik verfeinert und sie hat die CDs: “Jole De Maria, un'ugola sette voci”, “Musica sacra”, “Jole De Maria, un'ugola sette voci 2”, “ Jole De Maria, un'ugola sette voci 3” aufgenommen, sie kam nach Rom nur für die Aufnahmen zurück.

2004 kurz nach Silvanos Tod, ist ihre Krankheit ausgebrochen. Von ihrer Schwester Elena wurde  überzeugt, Sizilien zu verlassen um in Tor Lupara di Fonte Nuova (Rom) zu leben.
2005 hat sie “Successi internazionali” aufgenommen und 2006 “Romantico”.

Auf der von ihr gewollten Aufnahme ihrer CDs, an denen sie bis zu ihren letzten Lebenstagen  arbeitete, hat sie eine wunderbare Spur ihrer Stimme hinterlassen.

Sie ist am 23. Mai 2007 gestorben.

2007 wurde die Oper “Monte Ivnor” als CD veröffentlicht, die 1957 für die RAI aufgenommen wurde. Die Veranstaltung zu “Ehren von Jole De Maria, un'ugola sette voci” wurde von unserer Organisation und der Gemeinde von Fonte Nuova organisiert, zu Gunsten der  A.I.R.C. Associazione Italiana per la Ricerca al Cancro (Italienische Vereinigung  zur Förderung der Krebsforschung).